Bericht Cottbusser Teller 2026
Der Cottbusser Teller ist bekanntermaßen eine reine O-Jollen Veranstaltung. In diesem Jahr hatte die Finn Klasse jedoch eine terminliche Überschneidung, sodass man sich kurzerhand entschieden hat, beide Klassen an einem Wochenende über den See zu schicken.
Wer das Gelände des Vereins kennt weiß, dass es bei ausreichend O-Jollen und einer ordentlichen Anzahl von Finns ganz schön eng werden könnte. Dies relativierte sich aber schnell, weil einige O-Jollen den Standort gegenüber dem Verein als Sattelplatz wählten. Somit ging das slippen auch zügig.
Aber zunächst von vorne- ich hatte mich sehr kurzfristig entschieden nach Cottbus zu fahren. Am Freitagnachmittag angekommen war das Vereinsgelände schon ziemlich gefüllt, die Womos fein säuberlich aufgereiht (Ordnung muss sein) und einige Boote aufgeriggt. Wir richteten uns gemütlich ein und trafen dann anschließend den ein oder anderen Segler im Vereinshaus, wo der Abend dann gemütlich ausklang.
Die Windvorhersage für Samstag war ziemlich dünne. Es blieb zu befürchten, dass wir das Gleiche wie vor zwei Wochen am Müggelsee erleben- kein segelbarer Wind. Zunächst wurde deshalb Startverschiebung an Land gezogen, sehr sinnvoll bei den Temperaturen. Gegen Mittag setzte dann segelbarer Wind ein, sodass wir die doch etwas längere Anfahrt zur Bahn antraten. Auf der Regattabahn bot sich leichter Wind, sodass wir zwei Rennen schafften.
Zurück im Club gab es dann ein gesponsortes Freigetränk aus einem großen Fass und anschließend „Wahlessen“. Eine sehr schöne Idee- es war für jeden was dabei. Die Sonne ging dann langsam unter und wir werteten den Tag und seine Ereignisse auf dem Wasser aus. Zudem hatte man eine Mann-Frau-Liveband engagiert, die uns den ganzen Abend mit guter Musik unterhielt. Ich hatte meine Tanzschuhe vergessen- naja, dann eben ein anderes Mal.
Am Sonntag dann eine Windprognose zwischen 11 und 17kn. Und tatsächlich, stetig etwas mehr werdender Wind.
Ich hatte mir am Samstagabend schon überlegt, wie ich ein kleines Tänzchen mit Lietzi veranstalten könnte, da wir nach zwei Wettfahrten punktgleich auf Platz 1 und 2 lagen.
Ohne dass ich was sagte, kam Lietzi auf mich zu und sagte:“ Heute ist Martinwind“.
Und tatsächlich, manchmal etwas weiter weg, manchmal in Schlagdistanz lieferte Martin drei Tagessiege am Stück ab.
Da soll nochmal jemand sagen, dass es einen wesentlichen Unterschied macht, ob die Boote nun so oder so… ach nee, lassen wir das mal an dieser Stelle.
Lange Rede kurzer Sinn, Martin sicherte sich den Sieg, Lietzi wurde Zweiter und ich darf den Bericht schreiben.
Nach der Siegerehrung mit Sachpreisen für jeden Teilnehmer (wow, da müssen wohl extra Sponsoren geholfen haben) wurde noch das traditionelle Kuchenbuffet geplündert.
Alles in allem eine gelungene Veranstaltung.
Unser Dank gilt den vielen fleißigen Helfern des Vereins, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre.
Frank GER 18